1. April 2025 | Natives GmbH & Co. KG
Mit TikTok zu Millionen Umsätzen: Wie Social Media den Erfolg von GLÜCKSPILZ antreibt

v.l.: Umer Butt (GLÜCKSPILZ Gastro GmbH), Kristina Herrmann (Teckentrup Door Solutions), Luis Denninghoff (DigitalErleben), Sabine Schoner (Kultur Räume Gütersloh), Martina Kaiser (Natives GmbH & Co. KG) Foto: Susi Freitag
Anfangen und dranbleiben
(Bielefeld, 1.4. 2025) Nein, das ist kein Aprilscherz: An diesem besonderen Abend geht es um zwei grundverschiedene Erfolgsgeschichten. Obwohl Arminia auf der Alm spielt – und tatsächlich Leverkusen im DFB-Pokal mit 2:1 schlägt – haben sich viele interessierte Gäste zur Club-Veranstaltung bei Natives eingefunden. Sie wollen erfahren, wie sich mit Social Media nicht nur Reichweite aufbauen, sondern echtes Unternehmenswachstum erzielen lässt.
Das verrät Referent Umer Butt, Mitbegründer und Geschäftsführer der erfolgreichen Restaurantkette GLÜCKSPILZ, die er 2018 zusammen mit seinen engsten Freunden in Bielefeld ins Leben gerufen hat. Seit jungen Jahren in der Gastronomie aktiv, hat er seit 2012 sein Talent im Social Media Marketing Universum entwickelt und zum Erfolg geführt. In seinem Vortrag lädt er zu einem Blick hinter die Kulissen von GLÜCKSPILZ – einem Fast-Casual Konzept (spezialisiert auf Burger und Kartoffelstangen), das sich durch kreative Social Media-Strategien zu einer der bekanntesten Food-Brands im deutschsprachigen Raum entwickelt hat. In seinem lockeren Vortrag referiert er, welche Content-Strategien funktionieren, wie man virale Mechanismen gezielt nutzt und warum Authentizität der Schlüssel zum Erfolg ist.
Dabei konnte der 34-Jährige selbst insbesondere mit TikTok zunächst wenig anfangen. „TikTok hat mich gar nicht begeistert. Da waren die 13-Jährigen, die den ganzen Tag getanzt haben“, verrät er lachend den Grund seiner Skepsis. GLÜCKSPILZ wollte aber dennoch auf der Plattform präsent sein. „Erst waren wir ein Jahr lang ‚under Cover‘ dort unterwegs, dann haben wir den GLÜCKSPILZ-Kanal gestartet.“ Was er aus dieser Zeit mitgenommen hat: Einfach anfangen und dranbleiben; auf keinen Fall nach wenigen Posts aufgeben.
Sein Erfolgsrezept: Mit seiner Partnerin Steffi und der stets betont unfreundlichen, schlechtgelaunten Mitarbeiterin Leonie hat er auf dem Kanal zwei Gesichter mit Wiedererkennungswert etabliert. „Die Clips sind wie eine eigene Sitcom-Serie. Die Leute wollen wissen, wie es weitergeht.“ Storytelling und Authentizität sind für Umer Butt wichtige Schlagworte. Wer bin ich und wo komme ich her? Was möchte ich aussagen? Was möchte ich erreichen? Aber auch: Welches Problem kann ich lösen, bzw. was ist mein Produkt und wie hebt es sich von ähnlichen Produkten ab? Zentrale Fragen, die sich jedes Unternehmen bei der Entwicklung seiner Social Media-Strategie stellen sollte.
Da Umer Butt an diesem Abend keine trockene Theorie, sondern echte Insights und praxisnahe Learnings vermitteln will, entspannt sich schnell ein reges Gespräch mit vielen interessierten Nachfragen. Etwa wie es gelingt, den Drive vom Storytelling zum eigenen Unternehmen zu kriegen. Die (Kurzfassung der) Antwort: Überlegen, wer überhaupt die Zielgruppe ist, wen ich mit meinem Angebot/Produkt ansprechen will. „Außerdem funktioniert auf TikTok Background immer gut“, so der GLÜCKSPILZ-Geschäftsführer. „Aber es gibt 1.000 verschiedene Wege, wie man Social Media machen kann.“ Er hat sich dafür entschieden, ganz auf Menschen zu setzen, weil das die emotionalste Möglichkeit ist. „Man selbst ist der Influencer für die eigene Marke. Dabei ist Echtheit wichtig. Je mehr man vor der Kamera man selbst ist, umso erfolgreicher wird man sein“, so seine Überzeugung. Klar, dass sich da gleich die nächsten Fragen von den Club-Mitgliedern anschließen. Etwa, wie man das eigene Team motiviert sich vor die Kamera zu stellen oder wie sehr man Trends hinterherlaufen sollte. Unabhängig davon, welchen Social Media-Weg ein Unternehmen einschlägt, empfiehlt Umer Butt eine regelmäßige Content-Analyse. Was funktioniert hat oder auch nicht, lässt sich übrigens weniger über die reinen Likes bewerten. „Die Kommentare sind da aussagekräftiger und inspirieren oft auch zu weiterem Content.“ Mit etwas anderem „Content“ der schmackhaften Art schließt der Abend übrigens ab: einer Runde GLÜCKSPILZ-Burger für die Gäste.
Text: Stefanie Gomoll
Fotos: Susi Freitag





















































